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Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirche!

andacht09 21Die Not ist verborgen! Hinter lächelnden Gesichtern, hinter Wohnungstüren, in dunklen Straßenecken, mitten in der Stadt und dennoch ganz abseits, am Rand. Die Not ist verborgen! Sie versteckt sich und keiner sucht nach ihr. Sie verkriecht sich und niemand will sie sehen. Wenn das Leben aus den Fugen gerät, dann löst sich meist ein Halteseil nach dem anderen. Krankheit und Trauer können Gründe sein, Trennungen und Abschiede. Finstere Erinnerungen aus der Kindheit, die nach vielen Jahren wieder unseren Kopf gefangen nehmen. Verlust der Arbeit, Rentenbeginn, Glaubenskrisen, Altersbeschwerden, Gewalt, Ablehnung, Streit, Hass. Wenn das Lebenshaus einmal ins Rutschen kommt, wenn ich plötzlich nicht mehr in mir zuhause bin, dann hält nichts mehr den Fall auf. Einsamkeit wartet auf mich, immer mehr Freunde und Verwandte ziehen sich zurück. Keiner versteht mich, wenn ich mich selbst nicht mehr verstehe.

Diese Not gab es zu allen Zeiten. Und sie brach sich besonders Bahn, wenn die Welt unsicher wurde, das Leben schwerer zu bewältigen, der äußere Halt abnahm. Diese verborgene Not sah Jesus, der Christus. Zu den verborgen Leidenden war er unterwegs. Mit ihnen hat er gesessen, gefeiert und geredet. Ihnen schenkte er Heil und Segen, bis sie zurückkamen in die Gemeinschaft. Bis sie wieder sichtbar wurden und dazugehörten. Und den Gesunden schenkte er die Aufgabe: Öffnet Herz und Augen und Ohren und Hände für die verborgene Not. Was ihr einem dieser Leidenden Gutes tut, das tut ihr mir selbst! Lebt euren Glauben und geht nicht vorüber an den Menschen im Dunkeln. Aus dieser christlichen Idee der Nächstenliebe ist die Diakonie entstanden. Mit vielen Spielarten und Organisationen. Immer wieder neu haben Christen Mut bewiesen und Herzenswärme gezeigt, wenn es um Ausgegrenzte und Abgeschobene ging. Um Menschen, die einfach Hilfe brauchen: gute Hände, Pflege, ein gutes Wort, ein Teller mit Essen und das Evangelium, die frohe und befreiende Botschaft. Vor dreißig Jahren, kurz nach der Wende, haben sich Glauben, Herzenswärme und Mut wieder vereint in einigen wenigen Gemeindegliedern, so kam das Diakonische Werk Delitzsch-Eilenburg in die Welt, um Not zu lindern. Und nun feiern wir Geburtstag. Und wollen uns bedanken bei den inzwischen über 400 Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Dienst am Menschen. Und wollen hoffen, dass sich immer wieder Menschen finden, die Nächstenliebe leben und tun, damit der Christus Hände und Herzen für die Welt bekommt und Not gelindert werden kann.

Ihr Pfarrer Stephan Pecusa

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