VERGISS?MEIN!NICHT-Aktionstag in Sachsen
Zum landesweiten Aktionstag am 19. März hatte Pfarrer Stephan Pecusa unter dem Motto „Für Menschen mit und ohne Demenz“ in das Soziokulturelles Zentrum am Kosebruchweg 14 eingeladen. Neben Mitgliedern aus der Kirchengemeinde kamen auch Kinder aus der benachbarten Kita und Schule sowie Tagesgäste der Pflegeeinrichtung von Diakonie und Caritas. Eröffnet wurde das Treffen von Tina Läuter, die das Demenznetzwerk in Delitzsch leitet. Sie sagte: „Seit 2023 pflanzen Menschen im Frühling überall in Sachsen Vergissmeinnicht und setzen damit ein Zeichen: Menschen mit Demenz sind Teil unserer Gesellschaft und dürfen nicht vergessen werden. (...) Beim Vergiss-mein-nicht denken wir an Erinnerungen, Lächeln und die kleinen Gesten des Alltags, die Bedeutung tragen. Wir wollen sichtbar machen, was Demenz bedeutet, Entlastung und Unterstützung sichtbar machen und Hoffnung schenken, durch Nähe, gute Pflege und sinnvolle Aktivitäten. Niemand geht diese Reise allein.“ Danach pflanzten die Kinder zusammen mit den Erwachsenen die Vergissmeinnicht-Pflanzen in drei Hochbeeten. Und es wurde eine Tafel enthüllt, die über die Landesinitiative informiert. Im Anschluss daran lud Diakonie-Pfarrer Stephan Pecusa zu einem kleinen Gottesdienst ein und zum Abschluss gab es Kaffee, Kuchen und gute Gespräch für alle. Andreas Bechert
Hintergrund: Zum landesweiten Aktionstag am 19. März wurde in ganz Sachsen mit der Vergissmeinnicht-Pflanze ein Zeichen gesetzt: Menschen mit Demenz gehören fest zur Gesellschaft und dürfen nicht vergessen werden.
In allen Landkreisen und kreisfreien Städten entstanden im öffentlichen Raum sowie in Einrichtungen von Trägern und Netzwerken wieder zahlreiche Pflanzaktionen. Neben Altenpflegeeinrichtungen beteiligten sich auch viele Kindertagesstätten und Schulen. In einigen Städten unterstützten zudem Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die Aktion tatkräftig.
Informationstafeln an den Pflanzorten laden Bürgerinnen und Bürger ein, sich per QR-Code über das Krankheitsbild Demenz, Unterstützungsangebote und lokale Ansprechpartner zu informieren. Finanziert werden die Pflanzen durch Landkreise, Demenz-Netzwerke, Sponsoren oder private Spenden.